Am Wasser entlang: Handwerk, Wiederverwendung und Erinnerung
Dienstag, 4. August 2026
Ein Paris der Bäcker, Brücken, Ateliers, Friedhöfe und jungen Stadtstrassen
Der zweite Tag gehört dem Paris, das sich entlang alter Gewerbeachsen immer wieder neu erfindet. Der Canal Saint-Martin verbindet Ingenieursgeschichte mit lässigem Quartierleben; kleine Läden zeigen, wie stark Handwerk und Gestaltung hier noch zum Alltag gehören. Später kippt die Stimmung in die poetische Ruhe des Père-Lachaise und in die dichte Gegenwart des nördlichen Marais.
Wichtige Aktualisierung
Le Tampographe Sardon ist dienstags geschlossen und liegt inzwischen an der 4 rue du Repos. LaBeL RéCuP’ hat widersprüchliche Adressangaben; die aktuelle Adresse bitte kurz vor Abreise prüfen.
Die Stationen
1. Du Pain et des Idées
Die Bäckerei von Christophe Vasseur steht für eine Rückkehr zu langen Teigführungen, kräftig gebackenem Brot und einer überschaubaren Auswahl, bei der jedes Produkt eine erkennbare handwerkliche Handschrift trägt.
Adresse: 34 rue Yves-Toudic, 75010 Paris
2. Canal Saint-Martin
Der offene Mittelabschnitt des Kanals verdichtet technische Infrastruktur, romantische Eisenbrücken, Schleusen, Bäume und ein entspanntes Quartierleben zu einem der charakteristischsten Spaziergänge im östlichen Paris.
Adresse: Rue Dieu bis Écluse des Récollets, 75010 Paris
3. Adriana & Margot
Das Restaurant steht für eine neue, persönliche Form der Pariser Nachbarschaftsgastronomie: saisonal, gestalterisch bewusst und weniger an klassischer Brasserie-Routine als an der Handschrift seiner Gastgeberinnen orientiert.
Adresse: Paris 10e – Adresse gemäss aktueller Reservierung prüfen
4. LaBeL RéCuP’
Der Laden versammelt Objekte aus wiederverwendeten Materialien: Schmuck, Taschen, Leuchten, Möbel und kleine Kunststücke zeigen, wie Abfall durch Idee, Handwerk und Humor einen neuen Wert erhält.
Adresse: Adresse vor Abreise prüfen; jüngere Angaben nennen 15 bis rue des Ternaux, 75011 Paris
5. Brasserie Martin
Die Brasserie überträgt die vertraute Pariser Form – Terrasse, Theke, einfache Klassiker, lebhafte Tische – in eine jüngere, bewusst unkomplizierte Quartieradresse.
Adresse: 24 rue Saint-Ambroise, 75011 Paris
6. Le Tampographe Sardon
Vincent Sardons Stempelatelier verwandelt Büro- und Schulmaterial in subversive Kleingrafik. Die Motive sind satirisch, typografisch präzise und oft so böse, dass der harmlose Gummistempel plötzlich wie ein politisches Medium wirkt.
Adresse: 4 rue du Repos, 75020 Paris
7. Cimetière du Père-Lachaise
Der Père-Lachaise ist Stadt der Toten, romantischer Landschaftspark, Skulpturenmuseum und politisches Gedächtnis. Zwischen berühmten Namen liegen Tausende weniger bekannte Biografien und eine aussergewöhnliche Architektur des Erinnerns.
Adresse: Entrée principale: boulevard de Ménilmontant, 75020 Paris
8. Empreintes und Rue des Gravilliers
Empreintes zeigt französisches Kunsthandwerk in Einzelstücken und kleinen Serien; die anschliessende Rue des Gravilliers erweitert den Blick auf ein Marais, das zwischen alten Gewerbestrukturen, globaler Gastronomie und jungen Konzepten steht.
Adresse: 5 rue de Picardie und Rue des Gravilliers, 75003 Paris
